Bienen

Zum Met gehören untrennbar Bienen. An zwei Standorten halte ich, die in der Schweiz fast vollständig verdrängte, dunkle Biene Apis Melifera Melifera. Diese war ursprünglich nördlich der Alpen ansässig, bevor sie durch den Menschen durch andere, „bessere“ Rassen verdrängt wurde.
Sie ist auf unser Klima perfekt eingestellt und wächst im Frühjahr nur langsam, denn sie weiss das bis zu den Eisheiligen das Wetter manchmal noch sehr harsch sein kann.
Mit kleineren Völkern kann man allerdings weniger Honig ernten, was die dunkle Biene für die kommerzielle Bienenhaltung ins Hintertreppchen rücken lies.
Was dabei gerne übersehen wird: Im Vergleich zu anderen Rassen geht die dunkle Biene sparsamer mit ihren Vorräten um. So erntet man in guten Jahren zwar weniger, in schlechten Jahren mehr Honig.
Meiner Meinung nach hat es einen Grund, warum bis vor kurzem sich in Nordeuropa nur die dunkle Biene durchgesetzt hat. Ich möchte mit meiner Imkerei nicht noch mehr in den Lauf der Natur eingreifen, als Mensch dies schon sowieso tut und halte deshalb die dunkle Biene.

Bienen-Standorte

Säriswil
Oberwohlen
beides in der nördlichen Nachbargemeinde von Bern, Wohlen bei Bern im südwestlichen Teil des Frienisbergs.

In alten Bienenhäusern sitzen auf sogenannten Schweizer Kästen (Hinterbehandlungskästen) bis zu 30 Völker.

Honig

Eigenen Honig verkaufe ich oder esse ihn selbst. 🙂
Ich bin zertifizierte Siegelimker und lasse meinen Honig und die Stände überprüfen, damit auch von aussenstehender Stelle gesichert ist, dass sich im Glas wirklich der „eigene“ Honig und nicht der zugekaufe für den Met befindet.
Biozertifiziert bin ich deswegen nicht, weil die Zertifizierung sich für meine wenigen Völker etwas zu teuer wäre.

Je nach Jahreszeit und Tracht kann ich Frühjahrs-, Sommer- und/oder Waldhonig anbieten.

Wachs

Da ich meine Jungvölker selbst ihre Waben bauen lasse (sogenannter Naturbau) und bei neuen Rahmen nur kleine Leitstreifen zugebe sind meine Völker recht aktiv im Wabenbau.
Jedes dritte Jahr wird der alte Wabenbau ausgetauscht und das Wachs der Altwaben mit einem Dampfschmelzer ausgeschmolzen.
Grob gereinigt biete ich hier den Rohstoff für Kerzen.

Behandlungsmethode gegen Varoa-Milben

Ich behandle meine Völker gegen die Varoa-Milbe mit Ameisensäure im Sommer und Herbst, im Winter mit Oxalsäure.
Auch setze ich bei hoher Belastung auf Brutunterbruch.

Met

Seit 2013 produziere ich in der Metsiederei hauptberuflich Met.
Met ist Honigwein – Honig wird mit Wasser vermischt und mit einer Hefe vergärt. Die Hefe wandelt den Zucker des Honigs in Alkohol. Danach folgt, wie beim Wein auch die Reifung.

Met kann, wie Traubenwein von süss bis herb vergoren werden, und bietet ein breites Geschmacksspektrum. Er ist eigenständig und jeder Metsieder gibt seinem Met den eigenen Fingerabdruck mit.

Mir selbst ist es wichtig, dass man auf jeden Fall den Honig herausschmeckt, der Met aber nicht zu süss sein darf.

Den eigenen Honig verarbeite ich nicht zu Met.
Der Grund ist, dass ich zu wenig Völker um die jährlich verarbeite Menge von 1 – 1.5Tonnen Honig ernten zu können.

Ich kaufe Bio-Honig zu.
Je nach Sorte stammt dieser von bulgarischen Imkern, welche ihre Völker inmitten von unberührten Wildwiesen aufstellen können oder auch von Schweizer Bio-Imkern.
Meine Met-Sorten sind bio-zertifiziert und wurden international ausgezeichnet.

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